“Digital in die jüdische Frühe Neuzeit. Innovative Formen der Vermittlung” – Bericht von Julia Mutzenbach.
Zum 25-jährigen Jubiläum richtete das Forum Jüdische Geschichte und Kultur in der Frühen Neuzeit den Blick nach vorn. Ganz im Zeichen innovativer Methoden und digitaler Zugänge zur Vermittlung jüdischer Geschichte stehend, fand die Tagung im Februar 2025 in bewährter Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt. Sie stieß auf erfreulich große Resonanz. Konzeption und Leitung der Tagung lagen bei Rotraud Ries, Andreas Brämer, Birgit Klein und Johannes Kuber. Darüber hinaus waren an der Planung Eva Haverkamp-Rott, David Lüllemann, Marius Müller, Anna Rogel und Désirée Schostak beteiligt. Großzügig unterstützt wurde die Veranstaltung von der Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden, der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden Hamburg sowie dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte Essen.
Johannes Kuber begrüßte die Teilnehmenden im Namen der Akademie und unterstrich zum 25-jährigen Jubiläum die besondere Bedeutung des Forums als Raum für Austausch zwischen Fächern und Generationen. Den Festakt moderierte Rotraud Ries, eine der beiden Initiatorinnen des Forums, die an die erste Tagung im Jahr 2000 in Mülheim an der Ruhr erinnerte, zu der sie gemeinsam mit Birgit Klein und Katja Kriener eingeladen hatte. Von Anfang an stand die Idee im Zentrum, Fachgrenzen zu überwinden und Judaistik, Geschichtswissenschaft und andere Disziplinen ins Gespräch zu bringen – nicht immer ohne Reibung, aber in dauerhaftem Dialog. Der Rückblick auf 25 Jahre Forum zeigte nicht nur wissenschaftliche Highlights, sondern auch persönliche Momente, etwa die Abende in der „Denkbar“ der Akademie. Für viele ist das Forum ein Ort der Orientierung geworden, eine Plattform für erste Vorträge und langfristige akademische Wegbegleitung. Dass auch nicht-promovierte Forschende eigene Beiträge leisten, ist ebenso selbstverständlich wie eine starke Präsenz von Frauen. Junge Stimmen betonten beim Festakt, dass sie das Forum als Chance begreifen, sich früh zu vernetzen, Ideen zu erproben und dabei auf die Unterstützung erfahrener Kolleginnen und Kollegen zu bauen. Ihre Hoffnung ist, dass das Forum offen auf die Herausforderungen des heutigen Wissenschaftsbetriebs reagiert, neue Entwicklungen aufnimmt und so den reichen Erfahrungsschatz der vergangenen Jahrzehnte gewinnbringend für die Zukunft einsetzt.
Nach dem Festakt zum Jubiläum am Vorabend stand am ersten Tagungstag die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Formate – etwa Editionen, Podcasts, Online-Ausstellungen, Apps oder Virtual-Reality-Angebote – für die Vermittlung jüdischer Geschichte der Frühen Neuzeit sinnvoll nutzbar gemacht werden können.
Anna Neovesky (Erfurt) begann mit einer Einführung in die Digital Humanities und Digital History. Sie präsentierte die Digital Humanities als eine Disziplin an der Schnittstelle von Technologie und Geisteswissenschaften, deren Wurzeln bis in die 1940er-Jahre zurückreichen und die seither fachspezifische Ausprägungen wie die Digital History hervorgebracht hat. Ein quantitativer Überblick über Publikationen und Projekte seit den 1960er-Jahren veranschaulichte die Präsenz verschiedener geschichtswissenschaftlicher Themen – auffällig ist jedoch die bislang geringe Sichtbarkeit jüdischer Geschichte. In der Diskussion wurde der hohe Initialaufwand digitaler Projekte thematisiert, jedoch betont, dass nachhaltiger Kompetenzaufbau in diesem Bereich entscheidend für die Weiterentwicklung jüdischer Forschungsperspektiven sei.
Die „Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte“ stellte Anna Menny (Hamburg) vor. Die Edition (https://schluesseldokumente.net) bietet digitale Faksimiles zur jüdischen Geschichte Hamburgs, die mit Transkripten in mehreren Sprachen, Interpretationstexten und Metadaten bereitgestellt werden. Menny präsentierte weitere Plattformfunktionen wie Online-Ausstellungen und Dossiers und hob das Potenzial zur Vernetzung internationaler, auch nicht-akademischer Nutzenden hervor. Ziel sei die Aufbereitung und Verknüpfung von Forschungsdaten. Im Anschluss warb sie um Beteiligung am Projekt, verwies jedoch auf begrenzte Hosting-Kapazitäten. Die Plattform versteht sich vor allem als Schnittstelle zur Vernetzung bestehender Projekte. Die Langzeitverfügbarkeit digitaler Daten und ihre Sicherung wurden als zentrale, bisher ungelöste Herausforderungen benannt.
Henriette Kolb (Berlin) setzte sich differenziert mit dem Entstehungsprozess der App zur Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin auseinander, die 2020 eröffnet wurde. Ziel war es, barrierefreie Nutzung, verschiedene inhaltliche Zugänge und vielfältige Vermittlungsformen zu vereinen. Sie schilderte den aufwändigen Abstimmungsprozess im interdisziplinären Team und erläuterte den Persona-Ansatz zur Definition der Zielgruppen. Die App deckt über 100 Stationen im Museum ab, ermöglicht thematische Touren – unter anderem zur Frühen Neuzeit, etwa zur messianischen Bewegung oder zu Hofjuden – und dient der Orientierung im Gebäude. Kolb betonte, dass die App durch Marketing noch bekannter gemacht und ihre Bedienung vor Ort besser erklärt werden müsse, da technische Vorkenntnisse nicht vorausgesetzt werden können. Zudem zeige sich, dass die App fast ausschließlich vor Ort genutzt und kaum zur Nachbereitung des Besuchs genutzt werde.
Online zugeschaltet gab Alisha Meininghaus (Fürth) Einblick in ein Projekt, das eine der Fürther Synagogen, die Altschul, mit Schulhof als Virtual-Reality-Modell rekonstruiert. Die Synagoge wurde im Novemberpogrom 1938 zerstört und später überbaut. Meininghaus zeigte, wie das virtuelle Modell einen vergangenen und zerstörten Ort erlebbar machen kann. Auf Grundlage historischer Quellen wurde die Altschul im Zustand um 1900 digital rekonstruiert. Per VR-Brille kann man sich durch das freundlich-sommerlich gestaltete Modell bewegen und an ausgewählten Stationen Inhalte abrufen. Meininghaus betonte die positiven Reaktionen, insbesondere von jüngerem Publikum, wies aber auch auf Herausforderungen hin, wie hohe Kosten, Wartungsaufwand, mögliche Ablenkung von realen Objekten und die Gefahr, das Erlebte als realistische Nachbildung misszuverstehen.
In Ergänzung zum Programm stellte Andrea Dettling (Gärtringen) die Datenbank „Jüdische Familien im Südwesten“ vor. Die webbasierte genealogische Datenbank ermöglicht die Recherche nach Nachnamen und Orten, ist jedoch nur nach Anmeldung zugänglich und dient primär der Recherche und Kontaktpflege für Nachkommen.
In seinem Vortrag stellte Björn Siegel (Hamburg) die Geschichte, technische Entwicklung und methodische Anwendung von Podcasts vor und zeigte, wie das Medium genutzt werden kann, um dem Vermittlungsauftrag der akademischen Forschung auf innovative Weise nachzukommen. Am Beispiel des 2020 gestarteten Podcasts „Jüdische Geschichte Kompakt“ – einer Kooperation des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) und des Moses Mendelssohn Zentrums für Europäisch-Jüdische Studien (Potsdam) – verdeutlichte er die Möglichkeiten, neue Zugänge zur jüdischen Geschichte zu schaffen. Er betonte den hohen Aufwand in Konzeption, Technik und digitaler Vernetzung sowie die Bedeutung der Gesprächsqualität.
Ursula Reuter (Köln) nahm eine Bestandsaufnahme von Online-Ausstellungen vor. Anhand vielfältiger Beispiele[1] – von einfachen Bild-Text-Präsentationen bis zu multimedialen Webprojekten – skizzierte sie eine rasante Entwicklung. Online-Ausstellungen sind als Format nicht eindeutig definiert – können reale Ausstellungen begleiten, erweitern oder eigenständig funktionieren. Reuters Sichtung deutsch- und englischsprachiger Angebote zeigte eine klare Dominanz der Themen des 20. Jahrhunderts. Dennoch wurde das Potenzial frühneuzeitlicher Themen ersichtlich, wie etwa anhand mehrerer Ausstellungen zum Landjudentum auf dem Portal Bavarikon. Anhand von Umsetzungsbeispielen verschiedener Qualität verdeutlichte Reuter, dass die Konzeption nicht nur technische und gestalterische Professionalität erfordert, sondern auch eine fundierte inhaltliche und methodische Reflexion.
Rotraud Ries (Herford) widmete sich digitalen Guides in öffentlichen Außenräumen.Sie gab einen Überblick über das breite Spektrum digitaler Guides – mobiler Apps, die an historisch bedeutsamen Orten Informationen vermitteln, etwa zur jüdischen Ortsgeschichte, zu Erinnerungsorten oder biografischen Stationen. Die Angebote unterschiedlichster Urheberschaft, wie beispielsweise Stolperstein-Apps, thematisieren überwiegend die Shoah. Aus technischer und methodischer Perspektive lassen sich daraus jedoch auch Impulse für Projekte zur Frühen Neuzeit gewinnen. Anhand zahlreicher Beispiele[2] formulierte Ries zentrale Kriterien für gelungene Guide-Apps: thematische Kohärenz, klare Struktur, Anschaulichkeit, sichtbare Ortsbezüge, kurze Text- und Audioeinheiten, Hinweise im Stadtraum und gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Pädagogische Projekte erforderten zudem eine fundierte inhaltliche und methodische Begleitung.
Digitale Spiele im Geschichtsunterricht als ein Medium zwischen Historizität, Histotainment, Authentizität und Immersion präsentierte online zugeschaltet Mathias Herrmann (Dresden). Er skizzierte die Entwicklung digitaler Spiele seit den 1970er-Jahren hin zu einem millionenschweren Massenmedium – ein Indiz für das breite öffentliche Interesse an Geschichte. Der Unterhaltungswert steht dabei oft über historischer Genauigkeit, doch gerade darin liegt auch ein didaktisches Potenzial: Historisierende Spiele sind Teil der Geschichtskultur, spiegeln populäre Vergangenheitsvorstellungen und können – kritisch analysiert – sogar als Quellen genutzt werden, um aktuelle Narrative und ideologische Deutungen sichtbar zu machen. Angesichts ihrer gezielten Nutzung durch rechtsideologische Kreise forderte Herrmann eine reflektierte Auseinandersetzung mit dem Medium. Richtig eingesetzt, etwa im Unterricht und begleitet durch geeignetes Material, könnten Spiele sowohl Faktenwissen als auch Medienkompetenz fördern – vorausgesetzt, sie werden als ernstzunehmende Bildungsmedien anerkannt.
Am zweiten Tagungstag präsentierte ein Team der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg unter der Leitung von Birgit Klein das Projekt „Gaming gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Antisemitismus – Ein Lernspiel für die Mittelstufe mit Joseph Süß Oppenheimer“ in sechs kürzeren Präsentationen. Klein erläuterte einführend die Entstehungsidee des Heidelberger Gameprojekts. Oppenheimer ist der breiten Öffentlichkeit fast ausschließlich als Justizopfer oder antisemitisches Zerrbild bekannt – selbst in seiner Geburtsstadt Heidelberg fehlt die Erinnerung an seine Lebensgeschichte. Bisher unerschlossene Egodokumente ermöglichen differenzierte Einblicke in Oppenheimers Jugend und seine Netzwerke. Das Heidelberger Team entwickelte daraus die Idee, diese bislang wenig bekannten Aspekte auch im Rahmen eines Computerspiels zugänglich zu machen. Das Vorhaben wird in Kooperation mit der Ludwigsburger Softwarefirma Korion umgesetzt und über das Förderprogramm DATIpilot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.
Grundlegende Überlegungen zum Projekt stellten zunächst Martha Fiedelak und Lara Stumpf (Heidelberg) an, indem sie die Verarbeitung frühneuzeitlicher Themen in Games vorstellten. Anhand von Games wie „Pentiment“ und „Martin Luther auf der Spur“ analysierten sie die Darstellung jüdischen Lebens in der Frühen Neuzeit. Dabei zeigten sie, dass jüdische Perspektiven oft nur am Rand erscheinen oder stereotypisiert eingebunden sind – selbst in sogenannten Serious Games mit Bildungsanspruch. Das Heidelberger Projekt möchte dem eine authentisch-jüdische Erzählung entgegensetzen, die ins Zentrum des Spiels rückt.
Jessica Hösel und Désirée Schostak (Heidelberg) thematisierten rechte Ideologien im Game. Hösel verwies auf die wachsende Zahl rechtsextremer Inhalte in der Gaming-Szene – dazu zählen Games, die digitale Rekonstruktionen realer Attentate darstellen, Verbreitung von ideologischen Inhalten in Chaträumen oder die Verbreitung von Hassbotschaften in Meme-Form. Schostak erläuterte, dass nicht nur explizite Inhalte problematisch seien, sondern auch der Denkrahmen, der durch Spielmechaniken vermittelt werde – Feindbilder sowie das Gefühl akuter Bedrohung und Verschwörungsideologien mit antisemitischen Elementen werden spielerisch verankert. Diese Strategien sind Teil der „Metapolitik“ der Neuen Rechten, die darauf abzielt, den Alltag junger Menschen ideologisch zu besetzen. Es mangele bislang an attraktiven, hochwertigen Alternativangeboten mit Bildungsanspruch, die dem etwas entgegensetzen könnten.
Den Game Plot für das Lernspiel erläuterte Christian Kabitz (Heidelberg). Das Spiel wird in drei Akte gegliedert sein: Zu Beginn werden die Spielenden gezielt mit einer Situation konfrontiert, die gängige Vorurteile hervorrufen kann. Im zweiten Akt tauchen die Spielenden in drei historische Szenarien ein, in denen sie jugendlichen Akteuren begegnen – Joseph Süß Oppenheimer im Venedig des 18. Jahrhunderts, Olympe de Gouges im revolutionären Paris und Martin Luther King im Atlanta des 20. Jahrhunderts. Themen wie Ausgrenzungserfahrungen, der Kampf um Gleichheit und Zivilcourage sollen damit vermittelt werden. Biografische Inhalte und gesellschaftliche Kontexte werden durch interaktive Elemente erschlossen. Im dritten Akt verknüpft das Spiel die Erzählstränge und fordert die Spielenden auf, das Erlebte auf die Ausgangssituation anzuwenden und eigene Vorurteile zu hinterfragen. Eine Abfrage persönlicher Einstellungen soll den Reflexionsprozess vertiefen. In der Diskussion wurde betont, dass das Spiel nur im pädagogisch begleiteten Kontext seinen vollen Bildungswert entfalten kann – ohne die abschließende Deutung bestehe die Gefahr, zentrale Erkenntnisse zu verfehlen.
David Lüllemann (Heidelberg) stellte sein Dissertationsvorhaben vor, in dem er Einblicke in die Lebensgeschichte der missverstandenen Figur Oppenheimer gibt. Er beurteilte die dominierende Fokussierung auf den Gerichtsprozess als problematisch und plädierte für eine differenzierte Rekonstruktion von Oppenheimers Leben vor der Verhaftung. Mittels Netzwerkanalyse auf Basis einer reichen Quellenlage will er Oppenheimers Rolle als Geschäftsmann und Vermittler sichtbar machen – insbesondere im Hinblick auf seine innerjüdischen Netzwerke.
Birgit Klein (Heidelberg) ergänzte die Projektvorstellung durch Erläuterungen zur Authentizität des Games, also warum Oppenheimer im geplanten Lernspiel nach Venedig reist. Sie betonte das Potenzial des Spiels, jüdisches Leben in seiner Vielfalt durch den Einsatz jugendlicher Akteure als Anknüpfungspunkte für junge Spielende erlebbar zu machen. Obwohl eine Reise Oppenheimers nach Venedig historisch nicht belegt ist, soll das Ghetto als Spielort einen einzigartigen Zugang zu religiösem und kulturellem Leben bieten. Das Projekt setzt dabei bewusst weniger auf historische Genauigkeit als auf historische Authentizität, um jüdische Geschichte erfahrbar zu machen.
Den letzten Vortrag hielt Judith Damian (Heidelberg) über eine weitere Akteurin des Game-Projekts, Olympe de Gouges, eine couragierte Vorkämpferin gegen die rechtliche Diskriminierung der Frau. Sie hob die Relevanz des Themas Frauendiskriminierung im Lernspiel als Beitrag zur Stärkung Jugendlicher hervor und präsentierte Olympe de Gouges als zentrale Figur, die für Gleichstellung eintritt. Ihre Biografie im Kontext der Französischen Revolution, ihre Kritik an Rousseaus Frauenbild sowie ihre berühmte „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ bilden wesentliche Lerninhalte. Diese sollen im Spiel durch Dialoge und interaktive Minispiele anschaulich vermittelt werden.
Die kontroverse Diskussion des Gaming-Projekts drehte sich vor allem um pädagogische Herausforderungen: Wie kann fundierte Vermittlung ohne Vorwissen gelingen? Wie lassen sich stereotype Deutungen vermeiden, sowohl bei sensiblen Figuren wie Oppenheimer als auch in anderen Aspekten des Games? Einigkeit bestand darin, dass klare Inhalte, begleitendes Material und die frühzeitige Einbindung von Lehrkräften entscheidend sind, um Missverständnisse zu vermeiden und historische Kontexte sensibel zu vermitteln.
In der Schlussdiskussion wurde das Tagungsthema als gelungenes Experiment gewürdigt, das mit seiner methodischen Ausrichtung neue Perspektiven eröffnete – auch wenn inhaltliche Forschungsthemen diesmal weniger im Fokus standen. Die praktischen Anwendungsbezüge der Beiträge fanden besonders positive Resonanz. Gleichzeitig wurde die Herausforderung betont, komplexe Inhalte für ein breiteres Publikum verständlich zu vermitteln. In diesem Zusammenhang wurde angemerkt, dass das hochrelevante Thema Social Media als Instrument der Wissenschaftskommunikation künftig ebenfalls berücksichtigt werden sollte.
Die nächste Tagung des Forums wird vom 6. bis 8. Februar 2026 in Stuttgart zum Thema „Shtadlanut und weitere Institutionen des Landjudentums“ stattfinden.[3]
[1] Eine Liste ausgewählter Online-Ausstellungen ist unter www.rotraud-ries.de/forum2025/ zu finden.
[2] Für eine Liste ausgewählter Guide-Apps siehe www.rotraud-ries.de/forum2025/.
[3] Nähere Informationen dazu sind ab Herbst 2025 auf der Website des Forums www.forum-juedische-geschichte.de zu finden.
OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Rotraud Ries (24. Juni 2025). Tagungsbericht 2025. Forum Jüdische Geschichte. Abgerufen am 21. Mai 2026 von https://www.forum-juedische-geschichte.de/1726
